Zusammenarbeit mit Notariat Haldimann, Grünen/Sumiswald
28. Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren
Geschätzte Geschäftspartner

Die beiden Kanzleien Antener+Althaus, Langnau und Marianne Haldimann, Grünen/Sumiswald pflegen schon seit längerer Zeit rege Kontakte. Im Zuge dieser Gespräche sind die Verantwortlichen zur Überzeugung gelangt, dass es zwecks Nachfolgeplanungen und einer langfristigen Sicherung der beiden Büro-Standorte mit den insgesamt 25 Arbeitsplätzen Sinn macht, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Aus diesem Grund werden die beiden Unternehmen per 1. Januar 2018 fusionieren. Die Dienstleistungen sollen unverändert an den beiden heutigen Standorten in den Gemeinden Langnau und Sumiswald angeboten werden. Mitte Juni 2017 ist Herr Lorenz A. Meister, Notar und angehender Rechtsanwalt, aufgewachsen in Oberhünigen, im Notariat Marianne Haldimann eingetreten. Er unterstützt die beiden Büros bis zum Abschluss seines Staatsexamens in einer Teilzeitanstellung. Ab Januar 2018 wird Lorenz A. Meister seinen Beschäftigungsgrad erhöhen und als Notar und Rechtsanwalt in Grünen/Sumiswald und Langnau tätig sein.

Wir werden Sie zu gegebener Zeit über den neuen Namen der fusionierten Firma und den Auftritt informieren. Wir freuen uns, Sie weiterhin zu unserer geschätzten Kundschaft zählen zu dürfen.

ZGB-Revision: Neuerungen beim Kindesunterhalt und Vorsorgeausgleich
07. März 2017

Kindesunterhalt
Am 1. Januar 2017 ist das revidierte Kindesunterhaltsrecht in Kraft getreten. Durch die Revision sollen Kinder unverheirateter Eltern in Bezug auf den Unterhalt gleichgestellt werden mit Kindern verheirateter Eltern.

Nach bisherigem Recht hatten nur verheiratete Eltern Anspruch auf Ausgleich der mit der Kinderbetreuung einhergehenden Einkommenseinbusse. Die Kinderbetreuung wurde jeweils im Rahmen der Festsetzung des nachehelichen Ehegattenunterhalts berücksichtigt. Bei unverheirateten Eltern fehlte bis anhin eine solche Bestimmung im Gesetz, d.h. der betreuende Elternteil musste die Einkommenseinbusse selbst tragen und hatte lediglich Anspruch auf den kostentragenden Kindesunterhalt (Nahrung, Ausbildung, Hobbies, etc.).

Nach neuem Recht erhöht sich der Kindesunterhalt um den sog. Betreuungsunterhalt. Dieser gibt dem betreuenden Elternteil – unabhängig vom Zivilstand – auch Anspruch auf Ausgleich der durch die Kinderbetreuung entstehenden indirekten Kosten, wie z.B. Erwerbsausfall. Diese Neuerung führt bei nicht verheirateten Eltern künftig zu deutlich höheren Unterhaltszahlungen an den betreuenden Elternteil. Bei verheirateten Paaren findet lediglich eine Umverteilung vom Ehegattenunterhalt zum Kindesunterhalt statt.

Vorsorgeausgleich
Auch beim Vorsorgeausgleich bei Scheidung sind auf den 1. Januar 2017 diverse Neuerungen in Kraft getreten. An der hälftigen Teilung der Austrittsleistung bei Scheidung ändert sich zwar im Grundsatz nichts. Neu wird die Teilung aber auch dann vollzogen, wenn der Vorsorgefall bereits eingetreten ist, d.h. ein Ehegatte bereits pensioniert oder invalid ist. Bisher war für solche Fälle lediglich eine «angemessene Entschädigung» geschuldet.

Massgebender Zeitpunkt für die Berechnung der zu teilenden Austrittsleistung ist neu die Einleitung des Scheidungsverfahrens und nicht mehr der Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils. Zudem wurden zusätzliche Schutzbestimmungen eingeführt, welche verhindern sollen, dass während der Ehe Vorsorgeguthaben ohne Wissen des anderen Ehegatten ausgezahlt werden.